Datennetze

Die Übertragung digitaler oder digitalisierter Informationen über Leitungen oder Funk ist heute eine der wichtigsten Schlüsseltechnologien. Sie ist Bestandteil des Alltags fast aller Menschen in hochtechnisierten Ländern - meist ohne dass man sich dessen gewahr wird.

Bürotätigkeiten haben sich in den 90er Jahren durch die flächendeckende Einführung vernetzter PCs beinahe genauso stark verändert wie zehn Jahre zuvor durch die Einführung des PC an sich. Aber auch ein normales Telefongespräch wird in Form von Datenpaketen übertragen, ebenso digitale Satellitenprogramme. Ein großer Teil der Bevölkerung nutzt das Internet. Unzählige per Funk kommunizierende Kleingeräte für bestimmte Aufgaben stehen kurz vor der Markteinführung.

Netzwerke zum Transport von Sprache und Daten sind die Lebensader eines jeden modernen Unternehmens. Ein gute Planung Ihrer Datenautobahn sichert den Lebensnerv jeder EDV- und Kommunikationslandschaft.

 

Netzwerkverkabelung

Moderne Netze werden heute überwiegend in strukturierter Verkabelung unter Verwendung von Twisted-Pair-Kabeln (S/UTP und STP) der Kategorie 6 und 7 mit RJ45-Stecksystemen in Verbindung mit Lichtwellenleitern realisiert. Die Vorteile der strukturierten Verkabelung sind: Flexible Abdeckung aller gängigen Standards für Daten und Sprache (Telefon), hohe Flexibilität bei Änderungen und Erweiterungen des Netzwerks sowie saubere, übersichtliche Verteilstruktur in Patchschränken.

Bei Verbindungen zwischen Gebäuden und im Steigbereich, werden größtenteils LWL-Kabel eingesetzt. Es gibt viele Gründe LWL-Kabel zu verwenden; z.B.:

Durch schnelle und einfache Installation reduzieren sich die Gesamtkosten. Es existieren keine engen Längenbeschränkungen wie bei der Kupfertechnik, da kaum Leitungsverluste auftreten. Bei Verbindung zwischen verschiedenen Gebäuden kann auf ein Potentialausgleich verzichtet werden.

 

EDV-Aktivkomponenten

Eine TP-Verkabelung für ein 100-Mbps-Fast-EtherNet-Netzwerk muss unbedingt mit hochwertigen Komponenten durchgeführt werden. Als Abschluss einer Verkabelung sollte ein Messprotokoll zur Überprüfung der Komponenten angelegt werden. Hierzu werden die einzelnen Kabelstränge mit einem speziellen Messgerät überprüft.

Durch Einsatz aktiver Netzwerkkomponenten erhält die Verkabelung zusätzliche Struktur. Durch geschickten Einsatz von Switchen, Routern und Brücken kann man die Geschwindigkeit optimieren und zusätzliche Sicherheit schaffen.

EtherNet-Switche mit 10 und 100 Mbps können durch geschickte Wahl der Segmente die Geschwindigkeit erhöhen und für eine ausgewogene Aufteilung der Gesamtperformance sorgen. Die Grundidee bei einem EtherNet-Switch ist die Möglichkeit, mehrerer Verbindungen zwischen den Segmenten gleichzeitig schalten zu können. Brücken und Router dienen dazu, die Netzwerke »intelligent« zu segmentieren und werden hauptsächlich in großen heterogenen Netzwerken eingesetzt. Je nach System interpretieren sie das Netzwerkprotokoll auf jeweils unterschiedlichen Ebenen und können »selbständig« erkennen, wohin die Netzwerkdaten »geroutet« werden müssen. Der Vorteil ist die intelligente Entkopplung der Netzwerksegmente unter Verwendung des optimalen Weges. Router sind das Rückrat des Internets. Ohne eine Routing Funktionalität wäre die Vernetzung der kompletten Welt im Internet undenkbar.

Remote-Access/ISDN-Router dienen auch in kleineren Netzen dazu, verschiedene Telefondienste bereitzustellen. Gateways als »intelligenteste« Netzwerkkomponenten können eine Verbindung zwischen Segmenten unterschiedlicher Struktur und unterschiedlicher Netzwerkprotokolle durchführen. Hierzu ist die vollständige Interpretation des verwendeten Netzwerkprotokolls notwendig.